FLUCHTVERSUCH AUS DEM ALLTAG

Spaziergang in der Natur

 

Wir sitzen am See er klingt, er plätschert.

Möwen sitzen da still und ruhig.

Er spricht, erzählt uns von seiner Wahrnehmung der Welt, des Seins.

Ich bin einverstanden.

Hier hat es Bänke, ganz rot.

Es hat ein Kinderspielplatz, mir wird schlecht.

Ein Schaukelpferd bemalt in braun mit blauem Sockel.

 

Vögel zwitschern, Berge stehen da, gross und mit einem leichten Blaustich.

Die Sonne kommt hinter den Wolken hervor, ein Stück wärme bringt sie mit.

Zwei ältere Herren quatschen, diskutieren, gehen dahin.

Ein Mann macht sein Job, räumt den Müll weg.

Mit einem gewissen stolz.

Es fasziniert.

 

Fotografie! Zurück zum Eigentlichen, zum Thema.

Welche Arten von Fotografie gibt es eigentlich?

Wir sprechen zählen auf, laufen los.

 

Natur rund um den Weg auf dem wir uns bewegen.

Ein Auto Hupt, kurz und auffordernd.

Dem Wetterbericht trotzend brennt die Sonne auf die Haut.

Efeu und Bäume.

Lampen und Bänke.

 

Ein Bootshaus steht neben der Hängeschaukel, mit direktem Zugang zum See.

Wie praktisch.

Eine Wasserpumpe mit Auffangbecken, kein Trinkwasser!

Wie schade.

 

Wegweiser in alle möglichen Richtungen,

Zeitangaben zwischen 20 und 150 Minuten.

Eine rote Rutschbahn steht da, nach Aufmerksamkeit lechzend.

Ein weisses Haus mit grünen Fensterläden,

direkt neben der rot/weissen Landesflagge.

Links spielen sie Volleyball, treiben Sport.

Hunde rennen, holen Dinge.

 

Viele Bänke die einladen sich hin zu setzen.

Eine Kreuzung.

Die Entscheidung wird mir abgenommen.

Die Andern laufen voraus als zeitletzte taumle ich hinterher.

Den steilsten Teil des Hügels runter mit meinem blick,

fasziniert auf die Stadt von oben blickend.

Sie verleitet zum träumen, ich bin nun zu hinterst.

Mit Abstand.

 

Sie bleiben stehen, eine riesige Wurzel,

heraus gerissen von der Laune der Natur.

Vielleicht ein Sturm?

Während ich über die ersten Blätter des beginnenden Herbstes spaziere,

das Handy in der Hand haltend am zweiten Tag des diesjährigen Septembers,

überquere ich einen aus meiner Sicht sehr überflüssigen Fussgängerüberweg .

 

Schiffe mit blauen und weissen Abdeckungen schaukeln im See.

Ein gelbes fällt besonders auf.

Masten hoch hinauf ,

wunderschöne Bilder die sie im See wiedergeben.

Mein Schatten wandert vor mir auf dem Pflaster scharf und schreibend.

Nur die Konturen laufen nur leicht aus,

bald ist es Mittag.

 

Ich trotte hinterher vorbei an Bäumen und See,

an Steinen und Kies,

Rein in die Zivilisation.

 

 

Ich reise mir eine Gänseblume aus mit dem Wunsch,

Momente und Schönheiten der Lebens zu konservieren.

 

Wir setzten uns hin,

im Kreis gegen aussen blickend.

Ich damit an das Bild zu zeichnen,

was mir gerade vor der Nase steht.

 

 

 

 

 FINE TASTE MAGAZINE